Zum Geburtstagsvideo Vishy Anand...
Zu den Youth Classic Simultans...
Zu den Youth Classic Simultans bitte hier klicken...
Zu den Youth Classic bitte hier klicken...
 
CTTC-Seminare
11.01.-12.01.2020 Königsindisch - ein komplettes Repertoire für Schwarz gegen alles außer 1.e4 GM Michael Prusikin Bericht
22.02.-23.02.2020 Ungleichfarbige Läufer im Mittelspiel GM Artur Jussupow Bericht
18.12.-19.12.2021 Das Verständnis der Schachstrategie vertiefen GM Karsten Müller Anmelden
19.02.-20.02.2022 Positionelle Opfer und asymmetrische Materialverhältnisse GM Michael Prusikin Anmelden
Unterhaltung
Tagebuch aus Wijk aan Zee: Zen oder die Kunst der Schachuhrenpflege
27.01.2006 - Als Robert Pirsig im Jahre 1974 das Buch „Zen oder die Kunst, ein Motorrad zu warten“ schrieb, hatte er vermutlich gegen alle Regeln des Literatur-Betriebs verstossen: Ein sperriger Titel, einen mehrdimensionalen Handlungsstrang, die Auseinandersetzung mit dem philosophischen Thema Qualität und die biografische Erzählung einer Vater-Sohn Beziehung. Trotz dieser Hindernisse stieg das Buch rasch auf der Leiter der Bestseller-Listen und wurde bald zum Kult-Buch der Post-Hippie, der Alt-68-Generationen, der asiatisch-orientierten Mythologie-Fans und der Esoteriker.

Robert Pirsig und sein Motorrad:
Nach 120 Absagen fand er 1974 einen Verleger für seinen Roman und danach den Weltruhm. Im zarten Alter von 9 Jahren besass er einen IQ von 170. Er übersprang mehrere Klassen, litt aber in seiner Kindheit sehr unter einem Leiden als Stotterer. Anfang der 1960er Jahre fiel er in tiefe Depressionen, erkrankte an Schizophrenie und wurde mit Elektroschock-Therapie in verschiedenen Heilanstalten behandelt.
1979 wurde sein Sohn Chris bei einem Bandenüberfall in Los Angeles ermordet.

Doch auch beim breiten Publikum war das Buch bald angekommen, denn es setzte sich mit dem Thema „Qualität“ auseinander, einem Begriff, der im heutigen Management-Jargon nur viel zu häufig laut gemurmelt und zu wenig verstanden oder gar vorgelebt wird.

Auch im Schach nimmt der Begriff „Qualität“ in der Theorie einen breiten Raum ein, Insider fabulieren über Gewinn oder Verlust der „Qualle“ – und Großmeister setzten sich tunlichst über diese einengenden Regeln hinweg, wenn es ihnen denn hilft, eine Partie zu gewinnen.

In der Philosophie steht der Qualitätsbegriff in einer langen Sequenz der Auseinandersetzungen, wie sie  Kant, Hegel oder Friedrich Engels formulierten.

Aristoteles gilt als Begründer der Kategorienlehre, in der zehn unterschiedliche Kategorien definiert sind: Substanz, Qualität, Quantität, Relation, Ort, Zeit, Tun, Lage, Haben, Leiden.

Immanuel Kant erweitert dies auf zwölf Kategorien - er ordnet die Kategorien als Verstandesbegriffe und somit als Bestandteil der Erkenntnis ein. Quantität, Qualität, Relation und Modalität sind die vier Urteilsfunktionen des Verstandes. Überraschenderweise können viele Schachtheoretiker mit diesem Kategorien-Modell intuitiv umgehen, handelt es sich doch beim Spiel der Könige um ein "asynchrones Wertemodell" in den unterschiedlichen Kategorien wie Quantität (Material), Relation (Position und Relation der Figuren untereinander), Modalität (Tempo und taktisch-strategische Optionen) sowie Qualität als Summe der einzelnen Kategorien.

Im Corus-Schachturnier demonstriert die Schach-Weltelite die spielende Ignoranz der herkömmlichen Qualitäts-Maxime. Großmeister greifen dann häufig zum Handwerkszeug des Qualitätsopfers, um die gegnerische Position zu unterminieren und auf diesem Weg zum Sieg zu kommen.

Und die Praxis der Großmeister-Partien zeigt, zu welch lockerem Umgang mit der Qualität, das heißt dem Gleichgewicht der materiellen Figurenstärke, fähig sind.  Ein schönes Exempel statuierte Weltmeister Vesselin Topalov, als er mit Weiß den Weltranglisten-Fünften Levon Aronian mit einem  Qualitätsopfer konfrontierte.

Hier können sie die Partie nachspielen.

Gerhard Kenk

Published by Gerhard Kenk

Dieser Artikel wurde 4258 Mal aufgerufen.


Copyright © 2021 Chess Tigers Training Center GmbH / CTTC

















  


AKTIVE VEREINE
   VIU56 OSG Baden-Baden 1922
   VIU56 SC Vaterstetten.Grasbrunn
   VIU56 SC Frankfurt-West
   VIU56 SF Deizisau
   VIU56 SC Bad Soden
   VIU56 Wiesbadener SV 1885
  VIU56 1.Chess960 Club FM
   VIU49 Gütersloher Schachverein
   VIU41 Schachclub Dillingen
   VIU25 SC Eschborn 1974
   VIU24 SC Heusenstamm
   VIU15 SSV Vimaria 91 Weimar
   IU47 SK Gau-Algesheim
   IU45 SK 1980 Gernsheim
   IU45 Schachfreunde Kelkheim
   IU40 Schachverein Nürtingen
   IU38 Hamburger SK von 1830
   IU35 SV Kelsterbach
   IU33 Schachvereinigung 1920 Plettenberg
   IU32 Vorwärts Orient Mainz
   IU31 SK Bad Homburg 1927
   IU29 SC Turm Erfurt
   IU25 Schachfreunde 57 Stockstadt
   IU23 SC 1961 König Nied
   IU21 Multatuli Ingelheim
   IU20 SV Weidenau-Geisweid
   IU17 SV Muldental Wilkau Haßlau
   IU17 SV Breitenworbis

AKTIVE SCHULEN
   IU29 Anna-Schmidt-Schule Frankfurt
   IU22 Phorms-Schule-Frankfurt
   IU22 Schulkinderhaus GSS1 Schwalbach
   IU15 Geschwister-Scholl-Schule Schwalbach
   IU15 Französische Schule
   IU15 Europäische Schule Rhein-Main
   IU15 Europäische Schule Eurokids

INAKTIVE VEREINE
   SC 1979 Hattersheim
   Chess Kings / C4 Chess Club
   SV 1920 Hofheim
   Die SF Frankfurt 1921
   Schachfreunde Heidesheim 1956
   SV Fortschritt Oschatz
   SC Bad Nauheim
   SC Schalksmühle-Hülscheid 1959
   SV Post Memmingen
   FC Fasanerie-Nord
   SK Horb 1966
   Lübecker Schachverein von 1873
   SV Bannewitz
   Krefelder Schachklub Turm 1851
   TuS Brake 1896
   SC Röthenbach
   SV 1934 Ffm-Griesheim
   Vfl Gräfenhainichen
   Schachverein Ansfelden