Die Legenden des Schachs - und die ewige Frage nach dem GOAT

Die Legenden des Schachs - und die ewige Frage nach dem GOAT

64 Legenden, 300 Jahre Schachgeschichte und eine große Frage: Wer ist der GOAT? Artur Jussupow und Carsten Hensel bieten in ihrem monumentalen Buch Schachgeschichte pur - mit einer Rangliste, über die garantiert diskutiert wird.

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Wer waren die größten Schachspieler aller Zeiten? Und wie kann man Spieler aus völlig unterschiedlichen Epochen überhaupt miteinander vergleichen?

Mit „Die Legenden des Schachs – Eine unendliche Geschichte“ versuchen Artur Jussupow und Carsten Hensel genau das. Auf 816 Seiten porträtieren sie 64 prägende Persönlichkeiten der Schachgeschichte, darunter acht Frauen, von Philidor bis zum amtierenden Weltmeister Gukesh. 

Dabei geht es nicht nur um Erfolge und berühmte Partien. Die Autoren wollen zeigen, warum bestimmte Spieler zu Legenden wurden – und warum andere trotz gewaltigen Talents den ganz großen Durchbruch verpassten. 149 kommentierte Partien und Fragmente, historische Einordnungen und 32 Fotoseiten ergänzen die Porträts.

Fast vier Jahre hat die Erstellung gedauert - von der Sichtung des gewaltigen Materials über die Recherche bis hin zur Fertigstellung des Manuskripts. 

Zwei Autoren, die das Spitzenschach aus nächster Nähe kennen

Artur Jussupow kennt die Weltspitze aus eigener Erfahrung. Der Großmeister war Weltranglistendritter, dreimal WM-Halbfinalist, mehrfacher Olympiasieger und später Trainer und Sekundant auf höchstem Niveau. Unter anderem trainierte er Vincent Keymer. Auch als Autor hat er sich mit seiner erfolgreichen „Tigersprung“-Reihe einen Namen gemacht.


Bild: legends-of-chess.de

Carsten Hensel bringt eine andere Perspektive ein. Er war langjähriger Manager von Wladimir Kramnik und Péter Lékó, organisierte die WM-Kämpfe 2004 und 2008 und ist untrennbar mit den Dortmunder Schachtagen verbunden, die er über Jahrzehnte begleitete und von 2020 bis 2024 als Veranstaltungschef verantwortete.


Bild: legends-of-chess.de

Diese Kombination ermöglicht den Autoren mehr als eine klassische Nacherzählung der Schachgeschichte. Jussupow und Hensel fördern Geschichten, Hintergründe und Details zutage, die viele Schachfans so noch nie gelesen haben. Gleichzeitig stoßen selbst sie bei ihrer Recherche immer wieder an Grenzen: Manche Rätsel der Schachgeschichte lassen sich bis heute nicht endgültig lösen – etwa die bis heute diskutierten Umstände um Alexander Aljechins Tod 1946.

Beide Autoren können für Lesungen, Vorträge, Diskussionsrunden und weitere Veranstaltungen rund um das Buch gebucht werden – gemeinsam oder einzeln. Anfragen und weitere Informationen gibt es auf der Eventseite von „Legends of Chess“.

Wer schafft es unter die 64?

Schon bei der Auswahl der vorgestellten Legenden beginnt die Diskussion. 64 Plätze sind viel – und gleichzeitig erstaunlich wenig, wenn rund 300 Jahre Schachgeschichte abgedeckt werden sollen.

Viele Namen scheinen unverzichtbar: Steinitz, Lasker, Capablanca, Aljechin, Botwinnik, Tal, Fischer, Karpow, Kasparow, Judit Polgar, Kramnik, Anand, Carlsen oder Gukesh.

Spannend ist aber mindestens ebenso sehr die Gegenfrage: Wer hat es nicht geschafft? Und welche Spieler wurden aufgenommen, obwohl ihnen der klassische WM-Titel versagt blieb?

Die Leseprobe über Wassyl Iwantschuk zeigt beispielhaft, wie Jussupow und Hensel vorgehen. Nicht allein Titel und Spielstärke zählen. Auch Spielstil, Persönlichkeit, mentale Stärke, Vorbereitung, Umfeld und Professionalität spielen eine Rolle.

Wer ist der größte Schachspieler aller Zeiten?

Der vielleicht provokanteste Teil des Buches ist der sogenannte „Legend Score“. Die Autoren vergleichen ihre 64 Legenden anhand verschiedener Kriterien und erstellen daraus eine Gesamtrangliste.

Wer am Ende auf Platz eins landet, verraten wir hier nicht.

Nur so viel: Von den drei Spielern, die in der GOAT-Debatte besonders häufig genannt werden – Garri Kasparow, Magnus Carlsen und Bobby Fischer – landet einer bei Jussupow und Hensel nur auf Platz fünf.

Damit dürfte für reichlich Gesprächsstoff gesorgt sein.

816 Seiten Schachgeschichte – auch als Weihnachtsgeschenk

„Die Legenden des Schachs“ erscheint voraussichtlich am 15. November 2026. Das großformatige Hardcover mit 816 Seiten ist nicht nur ein Buch zum Lesen und Analysieren, sondern auch ein Werk zum Schmökern, Diskutieren und Wiederentdecken – und damit ein ideales Weihnachtsgeschenk für Schachspieler und Schachfans.

Der reguläre Preis beträgt 95 Euro. Bis zum Erscheinungstag kann das Buch zum Subskriptionspreis von 77 Euro vorbestellt werden.

Am 8. November um 20:15 Uhr sind Artur Jussupow und Carsten Hensel zu Gast im Schachtalk und stellen ihr Werk ausführlich vor. 


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