Zum Geburtstagsvideo Vishy Anand...
Zu den Youth Classic Simultans...
Zu den Youth Classic Simultans bitte hier klicken...
Zu den Youth Classic bitte hier klicken...
 
CTTC-Seminare
11.01.-12.01.2020 Königsindisch - ein komplettes Repertoire für Schwarz gegen alles außer 1.e4 GM Michael Prusikin Bericht
22.02.-23.02.2020 Ungleichfarbige Läufer im Mittelspiel GM Artur Jussupow Bericht
18.12.-19.12.2021 Das Verständnis der Schachstrategie vertiefen GM Karsten Müller Anmelden
15.01.-16.01.2022 Positionelle Opfer und asymmetrische Materialverhältnisse GM Michael Prusikin Anmelden
Berichte Teilnehmer Ergebnisse Infos & Partien



Chess Classic
Schneller Brüter aus Indien vergisst die Zeit
Chess960-Weltmeister Aronjan profitiert von Anands seltenem Malheur
26.08.2007 - Hartmut Metz ist ein journalistischer Tausendsassa. Nicht nur beim Badischen Tagblatt, wo er als leitender Redakteur für die Wochenendbeilage und eine eigene Kolumne "Meko" gestaltet, nein er schreibt auch für die Financial Times Deutschland, die Frankfurter Rundschau, den Wiesbadener Kurier, den Münchener Merkur und die Berliner taz. Nicht genug damit, auch in den deutschen Fachzeitschriften Europa Rochade und Schachmagazin 64 - Interview in voller Länge - lässt er meist seine scharfen spitzzüngigen Bemerkungen los, egal ob es Freund oder Feind ist. So kann jeder beim Chess Tigers Mitglied, Hartmut Metz, immer auf eine Überraschung setzen, egal ob es sich um Baden-Badener Themen, wie den OSC Baden-Baden mit dem Sponsor GrenkeLeasing AG handelt oder ob er den Obertiger oder den Königstiger aufs Korn nimmt. Vor allem ist er ein gewievter News-Makler, der Schach an den Markt bringt - absolut olympiareif!
Von FM Hartmut Metz, 25. August 2007 - auf rochade-kuppenheim.de gibt es noch mehr Schachtexte

CCM7: Aronian - Anand, Chess960-WM mit spandendem Finale!

Den Zuschauern in der Mainzer Rheingoldhalle stockte der Atem, als die Schachuhr nur noch 4, 3, 2, 1 und dann 0 Sekunden anzeigte. Ausgerechnet den schnellen Brüter aus Indien hatte es erwischt! "Ich habe Anand noch nie durch Zeitüberschreitung verlieren sehen", berichtete Vijay Kumar kopfschüttelnd. Dabei begleitet der in seiner Heimat berühmte Sportfilmer den Weltranglistenersten seit vielen Jahren rund um den Globus. Das Malheur passierte dem Schnelldenker Anand bei den Chess Classic Mainz ausgerechnet im Endspiel um die Chess960-WM. Anschließend konnte der 37-Jährige zwar den 0:1-Rückstand gegen Lewon Aronjan im vierten Duell zum 2:2 ausgleichen, der trickreiche Armenier verteidigte jedoch in der Verlängerung mit einem 1,5:0,5 seinen Titel im Chess960.

Bei dieser Schachart wird die Aufstellung der Figuren vor jeder Partie unter 960 Möglichkeiten ausgelost. Vorteil für die Spieler dabei: Das Memorieren von ellenlangen Eröffnungsvarianten, was zu einer eigenen Wissenschaft wurde, entfällt. Schon ab dem ersten Zug ist Kreativität gefordert. Das kostet wertvolle Bedenkzeit. Der Grund für Anands Zeitüberschreitung war dies jedoch nicht. Der Inder setzte bei seinem Chess960-Debüt Aronjan unter Druck. Der 24-jährige Berliner hatte von seinen einst 20 Minuten immer wieder nur noch knapp zehn Sekunden auf der Uhr übrig, weil es für jeden ausgeführten Zug fünf Sekunden Bedenkzeit zusätzlich gibt. Anand verfügte zu diesem Zeitpunkt über komfortable fünf Minuten. Doch je größer seine Sieganstrengungen wurden, umso mehr tickte auch seine Digitalanzeige herunter - bis sie bei Null angekommen war, Aronjan erleichtert mit dem Finger auf die Uhr deutete und den vollen Punkt für sich reklamierte. Den glücklichen Erfolg honorierte das aufgewühlte Publikum nur mit verhaltenem Applaus.

Danach beantwortete Trainer Elisbar Ubilawa in den Katakomben der Rheingoldhalle geduldig die häufig gestellte Frage, ob sein vieljähriger Schützling überhaupt jemals durch Zeitüberschreitung verloren habe. Schließlich hatte sich Anand seit den 90ern nahezu jeden Titel in Partien mit kürzerer Bedenkzeit als den üblichen zwei Stunden gesichert. Doch der routinierte 37-Jährige vergaß angesichts seines Vorteils diesmal völlig die Zeit. "1995 war das einmal der Fall im WM-Kandidaten-Finale in Las Palmas. Damals wollte Vishy auch unbedingt gegen Gata Kamsky gewinnen", erinnerte sich Ubilawa. Anand erklärte seinen Fauxpas damit, "dass ich gar nicht angesichts meines gewaltigen Zeitvorteils an die Uhr dachte. Ich hatte irgendwann vier Minuten gegen elf Sekunden. Mir kam nie eine eigene Zeitüberschreitung in den Sinn". Ein Novum sei das inzwischen nicht mehr. "Im letzten Jahr passierte mir das schon öfters, ich erinnere mich unter anderem an eine Zeitüberschreitung gegen Judit Polgar", plauderte Anand am Tag nach der Niederlage entspannt.

CCM7: Anand - Aronian, 518-WM mit klassischem Finale!

Konnte der Bundesliga-Spitzenspieler des OSC Baden-Baden auf Gran Canaria anschließend das Ruder trotz des unersprießlichen 0:1 gegen Kamsky herumreißen, reichte es in der Rheingoldhalle nicht mehr. Fast hätte Aronjan sogar im dritten Vergleich mit einem Sieg zum 2,5:0,5 die Chess960-WM vorzeitig entschieden. Der Armenier ließ jedoch seinen Herausforderer, der völlig von der Rolle schien, entwischen. Der "Tiger von Madras" kämpfte auch in der vierten Partie wie ein Löwe und wurde mit dem 2:2 belohnt. Es war allerdings nicht sein Tag. Einen geistreichen Trick mit Damenopfer, den Anand sonst in Sekundenschnelle entdeckt, übersah er im Gegensatz zu Aronjan. Der Weltcup-Sieger rettete anschließend vor einem begeisterten Publikum, das am Donnerstag bis fast um Mitternacht ausharrte, den Vorsprung mit einem Remis ins Ziel. "Ich habe sehr glücklich gewonnen", räumte der Chess960-Weltmeister hernach ein. "Da ich noch nie Chess960 spielte, bin ich froh, nicht Letzter geworden zu sein", ulkte Anand.

Im FiNet Chess960-Open, das der Moldawier Viorel Bologan mit 9,5:1,5 Punkten gewann, erging es manchem Topspieler noch viel schlimmer. Ausgerechnet am ersten Brett standen der Weltranglistensechste Schachrijar Mamedjarow in Runde sechs und der Franzose Etienne Bacrot in Durchgang zehn nach wenigen Zügen aufgabereif! Undenkbar in einer normalen Turnierpartie.

Hartmut Metz

Published by HWS

Dieser Artikel wurde 5219 Mal aufgerufen.


Copyright © 2021 Chess Tigers Training Center GmbH / CTTC

















  


AKTIVE VEREINE
   VIU56 OSG Baden-Baden 1922
   VIU56 SC Vaterstetten.Grasbrunn
   VIU56 SC Frankfurt-West
   VIU56 SF Deizisau
   VIU56 SC Bad Soden
   VIU56 Wiesbadener SV 1885
  VIU56 1.Chess960 Club FM
   VIU49 Gütersloher Schachverein
   VIU41 Schachclub Dillingen
   VIU25 SC Eschborn 1974
   VIU24 SC Heusenstamm
   VIU15 SSV Vimaria 91 Weimar
   IU47 SK Gau-Algesheim
   IU45 SK 1980 Gernsheim
   IU45 Schachfreunde Kelkheim
   IU40 Schachverein Nürtingen
   IU38 Hamburger SK von 1830
   IU35 SV Kelsterbach
   IU33 Schachvereinigung 1920 Plettenberg
   IU32 Vorwärts Orient Mainz
   IU31 SK Bad Homburg 1927
   IU29 SC Turm Erfurt
   IU25 Schachfreunde 57 Stockstadt
   IU23 SC 1961 König Nied
   IU21 Multatuli Ingelheim
   IU20 SV Weidenau-Geisweid
   IU17 SV Muldental Wilkau Haßlau
   IU17 SV Breitenworbis

AKTIVE SCHULEN
   IU29 Anna-Schmidt-Schule Frankfurt
   IU22 Phorms-Schule-Frankfurt
   IU22 Schulkinderhaus GSS1 Schwalbach
   IU15 Geschwister-Scholl-Schule Schwalbach
   IU15 Französische Schule
   IU15 Europäische Schule Rhein-Main
   IU15 Europäische Schule Eurokids

INAKTIVE VEREINE
   SC 1979 Hattersheim
   Chess Kings / C4 Chess Club
   SV 1920 Hofheim
   Die SF Frankfurt 1921
   Schachfreunde Heidesheim 1956
   SV Fortschritt Oschatz
   SC Bad Nauheim
   SC Schalksmühle-Hülscheid 1959
   SV Post Memmingen
   FC Fasanerie-Nord
   SK Horb 1966
   Lübecker Schachverein von 1873
   SV Bannewitz
   Krefelder Schachklub Turm 1851
   TuS Brake 1896
   SC Röthenbach
   SV 1934 Ffm-Griesheim
   Vfl Gräfenhainichen
   Schachverein Ansfelden