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Aprilwetterstart von Vincent Keymer in Schwäbisch Gmünd
Hessische Jugendkader A, B und C nutzen auch die Gelegenheit bei Wernfried Tannhäusers 28.Ausgabe des Staufer Opens die Krallen zu schärfen ...

10.01.2016 - Die älteste Stauferstadt Schwäbisch Gmünd mit seinen ca. 58 000 Einwohner macht traditionell den Anfang des alljährlichen Turnierkalenders, ehe dann Anfang Februar 2016 das Pfalz-Open in Neustadt und Ende März 2016 das neue Grenke Open in Karlsruhe auf dem Plan steht. Turnierdirektor Wernfried Tannhäuser hat mit seinem Team alles gut vorbereitet und auch für die Jugendförderung wird dieser Event in den unterschiedlichsten Formen genützt, um in den Weihnachtsferien das eigene Schach voranzubringen. Neben den vielen Baden-Würtembergischen Jugendspieler war der 11-jährige Rheinland-Pfälzer Vincent Keymer individuell betreut von Vater Christof & GM Michael Prusikin und sogar der komplette Jugendkader aus Hessen von IM Stefan Reschke, FM Uwe Kersten und IM Jürgen Haackert betreut am Start. In unserem Bericht wollen wir ein bisschen auf die unterschiedlichen Herangehensweisen bei der Jugendförderung eingehen und den ein oder anderen Aspekt in Augenschein nehmen. Die attraktive Stauferstadt, gegründet im 2.Jahrhundert und das Turniergeschehen des 28.Staufer-Open bilden vor, nach und während der 8.Runde des 9-rundigen Turniers die Eckpunkte und Bilder des Berichts. Die 220 Teilnehmer im A-Open wurden angeführt von 12 Großmeister, 12 Internationalen Meister und weiteren 24 Titelträgern - das herausragende Talent des Deutschen Schachbundes Vincent Keymer mit seinen 2349 Elo- und 2298 DWZ-Punkten an 27 gesetzt hat auch schon eine IM-Norm beim letzten Pfalz-Open 2015 erfüllt.

Einfach besser trainieren!
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Bilderbogen aus der 8.Runde
von Hans-Walter Schmitt (Chess Tigers)

IM Epaminondas Kourousis (TWZ 2408) gegen Vincent Keymer (TWZ 2349)

In der 8.Runde stand die Begegnung an Tisch 10 zwischen IM Epaminondas Kourousis (Elo 2408) und Vincent Keymer (Elo 2349) auf dem Programm. In den Nachmittagspartien um 16:00 Uhr gibt es ja nicht viel Zeit, um sich speziell auf den Gegner vorzubereiten, aber grundliegende Anweisungen im Abgleich mit dem Schwarzrepertoire von Vincent kann der erfahrene Trainer Michael Prusikin individuell besser leisten, als wenn er für viele Spieler die Vorbereitungen der Jugendspieler quasi simultan leisten muss, wie es in Schwäbisch Gmünd die hessischen Kader-Trainer machen müssen.

Ab dem 16.Zug Lf4 kommt der griechische IM Kourousis gewaltig unter Druck und zeigt mit seinem Gesichtsausdruck klar, dass das Spiel nicht im Sinne des Weißspielers läuft und der Junge Vincent läßt nicht mehr locker und fährt den Punkt unter Ansammlung einer großen Menschtraube sicher nach Hause. Unter leichtem Kopfschütteln der erfahrenen Turnierspieler: "Der ist schon stark" war der meistgehörte Kommentar. Die meistgestellte Frage an den Jungen:" Wie alt bist du", 11 (elf), "Oh, wirklich". Desto stärker die Gegner, desto stärker der "kleine" Mann, war die Anmerkungen der Kenner. Hatte er doch in der Vormittagspartie locker (fast fehlerfrei) gegen die Nr.1 der Setzliste GM Evgeny E. Vorobiov (Elo 2572) ein Remis erzielt.

Hier in Schwäbisch Gmünd wissen die meisten Leute ja noch nicht, wie der Vorname von Keymer richtig geschrieben wird, aber dafür wird der Junge schon in Zukunft sorgen, da sind sich die Experten wie Garry Kasparov und Viswanathan Anand einig, aber es wird ein "langer intensiver Weg" und die Geschwindigkeit im Wettbewerb mit den jungen Russen, Chinesen, Indern und Amerikanern wird hoch sein. Die Nachhaltigkeit sollte durch gute Trainer in der "Südwestinitiative" fachlich und organisatorisch mit erfahrenen Schachmachern begleitet werden.

Vincent Keymer und sein Vater Christof sind neben Mama und Schwester wohl in den nächsten Jahren die wichtigsten "Nestbeschützer". Die wohl bedeutendsten Impulse geben die Eltern mit ihrer erfrischenden Aussage: "Ja, Vincent, Du darfst Schach lernen und spielen" ohne die üblichen Bemerkungen, die man in der Schachkreisen hört! Es wäre doch besser Jurist oder Betriebswirt zu werden, um die ideale "Pole" in unserer Gesellschaft beim Berufsstart zu erobern und einer von "vielen Guten" zu werden? Da in der Familie beide Elternteile ihr Geld mit Musik verdienen, haben sie auch viel mehr Verständnis, wenn ihr Sohn etwas "Außergewöhnliches" macht und in Zukunft machen will. Die Südwestinitative (Grenke) sieht diese Voraussetzung als ideal an, hat sich, und wird sich in Zukunft richtig ins Zeug legen.

8.Runde: IM Epamiondos Kourousis gegen Vincent Keymer 0:1

In der 7.Runde konnte Vincent gegen GM Evgeny E. Vorobiov (Elo 2572) überzeugend remis erreichen, genauso wie in der 9.Runde gegen Henrik Teske (Elo 2462). In der 8.Runde spielte FM David Miedema (Elo 2352) gegen GM Evgeny E. Vorobiov (Elo 2572) remis.

8.Runde: Spitzenbrett GM Alexei Gavrilov (Elo 2425) gegen Olexandr Bortnyk (Elo 2552) remis

8.Runde: Vincent fühlt sich irgendwie wohl inmitten der Spitzenbretter

8.Runde: In den letzten 5 Runden ließ Vincent seine schachlichen Möglichkeiten erkennen. Mit einer Elo-Leistung von 2607 und DWZ-Leistung von 2571 mit den 4 Punkten aus 5 Partien deutete er auf sein großes Potenzial hin. Das wacklige Spiel in den ersten 4 der 9 Partien wird er weiter beim Pfalz-Open verbessern, da kann man wirklich sicher sein.

Vincent Keymer mit Michael Prusikin - Analyse der Partie nach der 8.Runde

Vincent Keymer hat sich letztendlich im Staufer-Open ganz ordentlich geschlagen, trotz eines sehr schwachen Starts in den ersten 4.Runden, einem Schlüsselerlebnis in der 6.Runde und einem fulminanten Finale in den Schlussrunden mit zwei Remis gegen Großmeister Vorobiov (Elo 2572) und Teske (Elo 2461) und einem Sieg gegen IM Kourousis (Elo 2408). Alles in allem ein sehr versöhnlicher Abschluss für seine eigenen Ansprüche.
Sein erstes hartes Turnier nach der dramatischen Finalrunde in Porto Carras (Griechenland, Jugendweltmeisterschaft U12) gegen seinen USA-Konkurrenten Awonder Liang (Elo 2392), bei dem er mit Schwarz in komplizierter Gewinnstellung (2 Bauern mehr, ungleiche Läufer) einfach seine Zeit vergass beim Berechnen des sicheren Gewinnweges bis ihn der Schiedsrichter einfach aufmerksam machte und die Uhr abstellte. Den 4.Platz hätte er da erreichen können im Feld der stärksten U12-Spieler der Welt, Chinesen, Inder, Russen und Amerikaner waren neben allen anderen Supertalenten am Start - teilweise bis zu einer Elo 2455 ausgestattet. Aber was soll es, im Jahr 2016 kann er es ja noch einmal versuchen, er ist ja erst 11 Jahre alt!
Hier in Schwäbisch Gmünd startete Vincent normal mit einem Sieg gegen Thomas Reschke (TWZ 2139) mit Weiß und musste dann gegen Oleksandr Kalinin (TWZ 2083) mit Schwarz eine lehrreiche Niederlage hinnehmen - er unterschätzte die Opfermöglichkeiten seines Gegners - oft noch lange eine Schwäche bei jungen Spielern. Danach kam er über ein Remis gegen Marc Kreuzahler (TWZ 2072) nicht hinaus und sah sich Christopfer Ottway (DWZ 1891) gegenüber, den er allerdings souverän niederhielt. Nach 4 Partien lag seine DWZ-Leistung bei nur 2116 und seine Eloleistung bei nur 2178 - dies alles sah nach einem Turnier aus zum Vergessen oder Davonlaufen. Danach gewann er die 5.Partie mit Schwarz gegen Max Arnold (TWZ 2170) souverän und am Nachmittag wieder mit Schwarz gegen Konstantin Müller (TWZ 2232). Zuerst hervorragend und in gegnerischer Zeitnot dann schwächer durchgezogen bis hin zur Phase, wo man von den Zeitgutschriften von je 30s pro Zug lebt. Nach 9 Stunden Nettospielzeit (2 Partien am Tag) machte er lediglich den vorletzten Fehler und gewann schließlich. Vincent war wie ausgewechselt - das Los bescherte ihm mit Weiß die Nr.1 der Setzliste Evgeny E. Vorobiov (Elo 2572) und jetzt kam so richtig die Betreuung durch den Trainer GM Michael Prusikin zur Geltung! Vincent machte fehlerfrei Remis, schlug am Nachmittag in einem souverän vorgetragenem Spiel IM Kourousis (Elo 2408) in dessen Zeitnot und beendete standesgemäß gegen den Trainer von U16-Jugend-Weltmeister Vogel aus Dresden, GM Henrik Teske, mit einem Remi das Turnier. Platz 12 bei 220 Teilnehmer im A-Open, den 1.Platz bei den Schülern, den 1.Platz in der Ratinggruppe 2150-2300 und eine Leistung von Elo 2403 und DWZ 2369 standen auf der Habenseite! Gut gemacht, junger Tiger!

Impressionen aus dem Congress Centrum Stadtgarten
von Hans-Walter Schmitt (Chess Tigers)

Der große Konferenzraum / Theatersaal im Stadtgarten ist mit beiden Open später gut gefüllt. A-Open 220 Teilnehmer, B-Open 186 Teilnehmer

Abgeschirmt vorne gibt es nur 11 Tische für die im Turnier führenden Spieler - hier gilt es auch für jeden Jugendspieler hin zu kommen. Vincent Keymer (SK Gau-Algesheim, Tisch 10) und FM Peter Keller (Frankfurter TV 1860, Tisch 11) schafften dies.

Der Blick aus der Vogelperspektive auf den Büchertisch im Foyer

Der langjährige Chef und Macher des Staufer-Opens seit 28 Jahren: Wernfried Tannhäuser hier als Fotograf unterwegs.

Die Schachjugend aus Hessen im Congress Centrum Stadtgarten

FM Peter Keller (Frankfurter TV 1860, 16 Jahre / Elo 2284 / DWZ 2208)
Erfolgszahlen im Staufer-Open 2016: Elo 2276 (-7,60) / DWZ 2188 (-4)

IM Frank Zeller gegen FM Peter Keller 1:0. Der 16-jährige Peter Keller hat sich solide beim Frankfurter TV unter dem Bezirk 5 Kadertrainer Ingo Rutkowski entwickelt und ist mittlerweile in der hessischen Schachjugend im A-Kader bei IM Stefan Reschke in besten Händen. Hier in Schwäbisch Gmünd ist er ähnlich gestartet wie der 11-jährige Vincent Keymer und saß in der 8.Runde an Tisch 11 neben Tisch 10 des Rheinland-Pfälzers. Der Unterschied der Ergebnisse in den letzten Schlussrunden erscheint mir klar und deutlich an der Standardausbildung in den Vereinen, den Bezirken, den Ländern im zusammenhang mit dem Bund zu liegen. Wobei das hessische Schach in den letzten Jahren hervorragende junge Spieler - ja sogar gute Großmeister - hervorbrachte mit Jan Christian Schröder, Alexander Donchenko und Dennis Wagner. Aber wie geht es weiter? Sind wir vom Alter her zu spät dran, oder reicht das? Müssen wir mehr fokussieren und noch stärkere "Vollzeittrainer" verpflichten, usw. ? Peter Keller machte aus den letzten 2 Runden keine Punkte - Vincent Keymer 1,5 Punkte aus 2 Partien im gleichen Turnier aus der gleichen Position heraus. Das können wir ändern?
Der Vorsitzende der Hessischen Schachjugend Simon Martin Claus organisiert das Trainingsturnier alljährlich in Schwäbisch Gmünd hervorragend, beherbergt die Kader-Spieler und -Trainer, kocht für sie alle und sorgt sich auch um die Eltern und die Helfer drumherum. Wirklich gut und aufrichtig! Da fehlt doch nichts oder? Aus dem A-Kader konnte ich stellvertretend nur Peter Keller ein bisschen beobachten, aber es wären auch Julius Grimm, Samuel Weber, Vinzent Spitzl und Sonja Maria Bluhm zu erwähnen aus dem A-Kader, sowie Oliver Stork, Florian Lesny, Robert Bethke, Markus Kirchner, Leonore Poetsch, Katharina Reinecke, Helene Flach und Ioannis Papadopoulos aus dem B-Kader von Uwe Kersten. Den ersten Platz in der Schülerwertung im B-Open machte Richard Bethke aus dem B-Kader der Hessischen Schachjugend. Weitere Teilnehmer aus Hessens C-Kader von IM Jürgen Hackert spielten im B-Open: Calvin Wenzel, Christoph Deutsch, Dominik Laux und Nils Lehmann. Es waren mehr als 50% des aktuellen Jugendkaders Hessens in Schwäbisch Gmünd und es war wirklich gut anzuschauen, wie die ganze Jugend zusammen miteinander umgingen und wie die Stimmung sachlich und emotional war. Da scheint es tatsächlich an nichts zu mangeln!? - Lediglich Leistungswille und Trainerkapazität könnte man noch verstärken oder? Die Chess Tigers könnten natürlich auch dazu beitragen mit ihrem Training Center in Bad Soden!

IM Stefan Reschke - A-Kader-Trainer der Hessischen Jugend - unmittelbar vor der 8.Runde im Foyer des Congess Centrums

FM Uwe Kersten - B-Kader-Trainer der Hessischen Jugend - spielt gerade selbst die 8.Runde im großen Spielsaal

IM Jürgen Haackert - C-Kader-Trainer der Hessischen Jugend - beobachtet seine Schützlinge während der 8.Runde im großen Spielsaal

Typische Analysen der starken Teilnehmer im Staufer Open im Foyer ...

Impressionen aus Schwäbisch Gmünd
von Hans-Walter Schmitt (Chess Tigers)

Rokoko-Schlößchen am Congress-Centrum Stadtgarten

Das volle bauliche Kontrastprogramm zum Rokoko-Stil, eigentlich auch ganz harmonisch oder! Ähnlich anzusehen wie die Schachstellungen aus der alten Klassikzeit und der modernen Komputerzeit!

Die Kurbelwelle eines 9-Zylinder-Schiffsmotors (ca. 17.600 PS) ist was ganz anderes, als der kleine 8-Zylinder Reihenmotor von BMW (286 PS) der uns bei typischen Aprilwetter aus dem Rhein-Main-Gebiet ins Schwabenland brachte. Mal regnete es, mal schien die Sonne, dann schneite es, dann gab es Nebel und später schien die Sonne wie im Frühjahr und zuletzt kam alles zusammen, es strahlte die Sonne und es regnete gleichzeitig und der Regenbogen zeigte sich in seinen schönsten Farben - diese Zustandsbeschreibung gilt auch für Vincent Keymers 9 Runden im Staufer-Turnier 2016!

Drei schnelle Wanderer (Skulpturen) auf dem Bahnhofsvorplatz

Die Wasserläufe der Rems sind wanderbar gebändigt worden und bieten mit kleinen Brückelchen und sauberen Gehwegen wirklich gute Erholungstouren zwischen den Runden auf dem Weg zur Altstadt oder Einkaufszentren.

Die typischen Schachschwäne in Schwäbisch Gmünd - zwei Weisse und zwei Schwarze - was für ein schöner Anblick!

Im Gasthaus "Hinz & Kunz" konnten wir noch um 15:00 Uhr "Maultaschen und Gemütlichkeit" bekommen. Da die ersten Erwähnungen über Schwäbisch Gemünd in etwa das Alter des "Schachs" hineinreichen, sollen an dieser Stelle ein paar Sätze aus "Wikipedia" erwähnt werden.


Die ersten Siedlungsspuren reichen bis ins 2. Jahrhundert n. Chr. zurück, als das römische Militär die Reichsgrenze über die Donau schob und um 150 n. Chr. begann, Militärlager zur Sicherung des nahegelegenen Limes aufzubauen. Dabei entstanden größere zivile Ansiedlungen an diesen Plätzen, unter anderem bei dem auf dem heutigen Schwäbisch Gmünder Stadtgebiet liegenden Kastell Schirenhof. Ab 233 n. Chr. nahmen die Alemannen die Grenzanlagen ein. Nach dem Rückzug der römischen Truppen hinter die Donau um 260/270 ließen sich die germanischen Eroberer in den aufgegebenen Grenzgebieten nieder.
Ob sich der Name Gamundias, den im 9. Jahrhundert eine auf den Namen Karls des Großen gefälschte Urkunde des Klosters Saint-Denis bei Paris nennt, auf Gmünd bezieht, ist höchst unsicher. Archäologische Hinweise auf eine von Abt Fulrad von Saint-Denis angelegte Zelle fehlen.
Eine prägende Periode für Gmünd war die Zeit der Staufer im 12. und 13. Jahrhundert. Die erste überlieferte Erwähnung von Gmünd als Stadt ist auf das Jahr 1162 datiert – früher als bei jeder anderen Stadt der Staufer –, weshalb sich Gmünd als „älteste Stauferstadt“ bezeichnet. In einer Urkunde des Klosters Lorch wurden Gmünder Bürger 1162 erstmals als cives (Bewohner einer Stadt) erwähnt. In einer Urkunde von Friedrich Barbarossa wird die Stadt als burgum Gemunde erwähnt. Der Begriff burgum wurde im Hochmittelalter für Burgen und befestigte Städte verwendet. Gmünd muss demnach 1188 bereits eine befestigte Stadt mit Mauer und Türmen gewesen sein, was aus der Urkunde von 1162 noch nicht abzulesen ist. Im Reichssteuerverzeichnis von 1241 nimmt Gmünd mit einem Steueraufkommen von 152 Mark unter 92 Orten im Reich den Platz 10 ein. An die Zeit der Staufer erinnert heute die Stauferstele auf dem Johannisplatz, die 2012 im Zuge des mit Bezug auf die Urkunde von 1162 gefeierten 850-jährigen Stadtjubiläums eingeweiht wurde.

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